Neu: Seaquest ZUMA - das Reisejacket


Die Beförderung von Tauchgepäck wird immer teurer - und jetzt reagieren die Tauchausrüster auch auf diesen Umstand und bringen leichtes Equipment auf den Markt, was möglichst abgespeckt trotzdem den Belangen beim Tauchen im Urlaub genügen soll.

Hier wollen wir das Jacket ZUMA vorstellen, was ab sofort lieferbar ist. Wer es in Händen halten möchte, wir haben es im Laden. Wer es beim Tauchen ausprobieren möchte, in der mittleren Größe möglich - einfach mal vorbei kommen!



Hier nun ein erster kleiner Testbericht:

Das Jacket ist sehr leicht, es hat weniger als 2 kg Gewicht (Größe ML/LG) inklusive Inflatorschlauch. Zudem kann man das Jacket zusammenrollen, so dass es auch ins Handgepäck paßt.

Vom Aufbau her ist das Zuma ein Wing-Jacket.



Aber wodurch wird dieses geringe Gewicht und das kleine Packmaß erreicht? Durch Verzicht!

Es fehlt zum Beispiel die Rückenplatte, an der normalerweise die Flasche montiert wird. Beim Zuma ist es so, dass die Flasche mit zwei Bändern am Rücken gehalten wird. Das eine Band ist auf gleicher Höhe wie der Bauchgurt montiert und umschließt die Flasche (fast) am Flaschenfuß. Das andere Band befindet sich in der Höhe vom Ventilhals. Damit übernimmt die Flasche selbst quasi die Funktion der Rückenplatte bzw. stabilisiert das ganze Tauchgerät.

An Land merkt man die Flasche schon ganz gut am Rücken. Es ist nicht richtig unbequem, aber natürlich nicht so komfortabel wie mit einem I3 oder Pro QD, was eine ganz andere Polsterung aufweist. Aber dafür sind solche Jackets auch entsprechend schwerer.

Unter Wasser hat mich die Flasche bzw. die fehlende Rückenschale nicht gestört. Die Flasche liegt gut auf dem Rücken und es drückt auch nicht. Da ich im Urlaub in der Regel vom Boot aus tauche und das Jacket erst kurz vor dem Tauchen anlege, fehlt mir die Rückenplatte nicht. Anders wäre es wahrscheinlich bei Tauchgängen vom Strand aus, wo man noch etwas laufen muss.
Die Tauchlage selbst ist mit dem Wing super. Man liegt gut im Wasser, der Inflator läßt sich gut dosieren.

Die integrierten Bleitaschen sind mit dem die Surelock II System ausgestattet. Das System gefällt mir sehr, da die Bleitaschen leicht einzuführen sind. Durch die Schienen finden sie ihren Weg so gut wie alleine und lassen sich im Bedarfsfall trotzdem schnell abwerfen.

Etwas schwach ist meiner Meinung nach die Bebänderung im oberen Bereich ausgefallen. Sie ist sehr dünn und Schnallen zum Öffnen sucht man vergebens. Die Bebänderung ähnelt eher der eines billigen Rucksacks. Der Bauchgurt dagegen ist ordentlich - stabil mit einer robusten Schnalle zum Öffnen. Neben den Schultergurten und dem Bauchgurt gibt es noch einen Brustgurt. Hier ein gutes Detail: die Befestigung des Gurtes läuft links und rechts auf Schienen, so dass man den Brustgurt individuell einstellen kann. Pfiffig!

Der Inflatorschlauch ist lang, gut zu erreichen und auch gut zu dosieren. Wer nicht über den Inflator die Luft ablassen möchte, kann dies über zwei Rückenventile tun: eins an der rechten Schulter und eins Richtung Hüfte. Beide Ventile sind in der "Flat" Bauweise ausgeführt, so dass sie wenig Raum einnehmen und zu dem geringen Packmaß beitragen.

D-Ringe aus Kunststoff sind insgesamt 4 vorhanden: Sie befinden sich direkt über bzw. unterhalb der Bleitaschen. Auf der linken Seite des Jackets ist der obere Teil für die Aufnahme eines Seaquest Jacket-Messers vorbereitet: Man kann z.B. ein Squeeze Lock direkt an den Ösen montieren.

Sehr gut ist die Tasche, die sich auf der rechten Seite über der Bleitasche befindet und die ausgeklappt werden kann. Sie ist groß genug, eine Deko-Boje (ich meine hier die orange Wurst) aufzunehmen. Und die D-Ringe dürften für den Rest des Equipments eines Urlaubstauchers reichen, denn hier lassen sich Lampe, Kamera oder anderes Zubehör befestigen.

Das Jacket gibt es in den Farben "Palm green" und "ocean blue". Mir gefallen beide Farben sehr gut und der aufgestickte Gekko sieht auch klasse aus.

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 299.- Euro. Die Blue Fin Preise seht ihr im Laden :-)

Fazit: Für mich ist das Zuma ein guter Kompromiss zwischen den Belangen eines Urlaubstauchers und den Anforderungen an ein leistungsfähiges Jacket. Unschlagbar sind das Gewicht und das geringe Packmaß. So dürfte es ohne Probleme möglich sein, das Zuma mit einem kleinen Atemregler (z.b. der ab Januar erhältliche Flight von Apeks - Bericht folgt!) und einem Tropentauchanzug im Handgepäck unterzubringen. Und damit hat man schon 2 x 50 Euro gespart (viele Fluggesellschaften verlangen 50 Euro für Extra-Tauchgepäck pro Flug)! Da man im Urlaub und warmen Wasser weniger mit Doppelpacks tauchen geht oder viel Blei benötigt und auch keine lange Wege zurück legt, dürfte die fehlende Rückenschale nicht ins Gewicht fallen. Und der Preis macht das Zuma zum erschwinglichen Zweit-Jacket für den Urlaub!

Das Zuma in unserem Onlineshop ist hier zu sehen.

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